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Erfahrungsbericht

Manchmal fährt man nach einem Workshop nach Hause und merkt, dass nicht nur die Teilnehmenden etwas mitgenommen haben, sondern man selbst mindestens genauso viel.



Am 19. August durfte ich beim Netzwerk der Frankfurter Plattform 55+ meinen Workshop „silver thinking® – Zielgruppen erreichen“ gestalten – und ich bin mit vielen Eindrücken, neuen Gedanken und vor allem mit großer Dankbarkeit nach Hause gefahren.


Es war ein toller Tag mit sehr interessanten Menschen, die sich mit viel Offenheit, Neugier und Erfahrung auf das Thema eingelassen haben und bereit waren, die eigene Kommunikation einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.


Mir war von Anfang an wichtig, dass es kein Workshop wird, bei dem vier Stunden lang vorne jemand erzählt, wie gute Kommunikation funktionieren sollte. Deshalb haben wir viel praktisch gearbeitet, eigene Flyer und Materialien auf den Tisch gelegt, gemeinsam analysiert, hinterfragt, Perspektiven gewechselt und im Silver Prototyping ausprobiert, was passiert, wenn wir Informationen klarer, einfacher, menschlicher und näher an der Lebenswelt der Menschen gestalten.


Und genau dabei entstanden diese wunderbaren Aha-Momente, die man nicht auf einer PowerPoint-Folie erklären kann, sondern die man selbst erleben muss: Wenn plötzlich auffällt, dass eine wichtige Information zwar irgendwo auf dem Flyer steht, aber trotzdem niemand sie findet. Wenn aus einem „Das ist doch eigentlich verständlich“ nach wenigen Minuten ein „Stimmt, so könnte es viel einfacher sein“ wird. Oder wenn wir merken, dass wir Kommunikation häufig aus Sicht des Anbieters entwickeln – und viel zu selten aus Sicht des Menschen, der sie später verstehen, ihr vertrauen und darauf reagieren soll.


Genau darum geht es für mich bei silver thinking®: nicht einfach lauter zu werden, nicht noch mehr Informationen unterzubringen und auch nicht Menschen irgendwie „erreichen“ zu wollen, sondern genauer hinzuschauen und besser zu verstehen, was Menschen brauchen, damit etwas wirklich bei ihnen ankommt und Resonanz entstehen kann. 


Besonders schön war für mich zu erleben, wie viel Eigendynamik in den Gruppen entstanden ist, wie intensiv diskutiert wurde und wie aus kleinen Veränderungen plötzlich ganz konkrete neue Ideen für den eigenen Arbeitsalltag entstanden sind.


Ein herzliches Dankeschön an die Frankfurter Plattform 55+ und natürlich an alle Teilnehmenden für die Offenheit, die Gespräche, das Mitdenken, Ausprobieren und auch das gemeinsame Lachen.

Mir hat dieser Tag richtig viel Spaß gemacht – und er hat mir einmal mehr gezeigt: Resonanz ist keine Einbahnstraße.💛

 
 
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